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Spinne (Original: Spider) ist ein männlicher Pavian ohne Trupp.

Aussehen Bearbeiten

Spinne hat struppiges[2] fleckiges braunes Fell[3], das verfilzt und mit kahlen Stellen durchzogen ist[1]. Er hat vorstehende Rippen[4] und starke schlaksige Arme[5]; seine Finger sind verschorft und mit blassrosa Narben gesprenkelt[1]. In seinen riesigen Augen[1] liegt meist ein abwesender Blick[2].

Biografie Bearbeiten

Jagende Schatten Bearbeiten

Als sich Dorn nach seiner Begegnung mit den Geiern auf den Rückweg zu seinem Trupp macht, hört er hinter einem Felshang einen Tumult und entdeckt zu seiner Verblüffung einen Pavian, der von einer Kolonie Erdmännchen drangsaliert wird, welche ihn als Barbar und Mörder beschimpfen. Er eilt dem Fremden zur Hilfe und versucht, die Situation zu klären, was sich allerdings als gar nicht so einfach herausstellt, da die Erdmännchen sich in eine hysterische Wut gesteigert haben. Schließlich erfährt Dorn von ihrem Anführer Hoppel, dass sie den Pavian verdächtigen, er habe Husch, ein Mitglied ihrer Gruppe, getötet, was der Pavian jedoch bestreitet. Er stellt sich daraufhin als Spinne vor, was Dorn jedoch zuerst nicht versteht, da er dabei in der dritten Person von sich spricht. Am Ende gelingt es Dorn aber, die Erdmännchen davon zu überzeugen, dass Spinne vermutlich doch nicht der Täter ist, da Husch durch einen Gesetzesbruch gestorben ist und Spinne ihn, so mager wie er ist, sicher gefressen hätte, wenn er ihn getötet hätte. Bevor Dorn und Spinne gehen, wirft ihnen eines der Erdmännchen, das Spinne als Freak bezeichnet, einen durchscheinenden Klumpen aus weißem Stein zu, den Spinne verloren hat.
Während die beiden zusammen durch die Savanne streifen, beteuert Spinne noch einmal seine Unschuld und erklärt, dass er einfach nur Huschs Freund sein wollte, was Dorn verwirrt, sodass er ihn fragt, warum er sich nicht einfach einen Pavian zum Freund gesucht hat, da er ja schließlich selbst einer ist. Spinne stimmt dem zwar zu, meint aber, dass er trotzdem Erdmännchen mag. Dorn fragt ihn daraufhin nach seinem Trupp, aber Spinne erklärt, dass er allein lebt. Kurz darauf landet ein Madenhacker auf Spinnes Schulter, welchen dieser als Schuschu bezeichnet. Spinne versucht, sich mit ihm zu unterhalten, wobei Dorn jedoch feststellt, dass er keine Himmelszunge spricht, sondern einfach nur die Laute des Vogels nachahmt. Dorn erkundigt sich weiterhin nach seinem Trupp, aber Spinne erinnert sich nicht, je einem angehört zu haben. Als Dorn ihn nach seinem Namen fragt, erklärt er, dass er sich selbst so genannt hat, da er einmal eine Spinne als Freundin hatte. Dorn wird klar, dass das Erdmännchen vielleicht doch nicht ganz so unrecht hatte, als es Spinne als Freak bezeichnet hat und als sie schließlich ein Lager bei einem grünen Waldland aufschlagen, erkundigt sich Dorn nach dem Stein, den Spinne bei sich trägt. Daraufhin hält dieser den Stein gegen das Sonnenlicht, wodurch wegen der gebündelten Strahlen auf dem Blätterhaufen vor ihnen ein Feuer entsteht. Spinne zeigt sich darüber sehr erfreut, aber Dorn, der noch nie zuvor Feuer gesehen und auch eine angeborene Angst davor hat, verlangt von Spinne, dass er es löscht, was dieser auch tut, indem er seine Vorderpfoten um die Flammen hält.
Ein paar Tage später, als die beiden Paviane das Langbaumlager schon fast erreicht haben, bemerkt Spinne einen Mangobaum, worauf Dorn ihm einen gekränkten Blick zuwirft, da er sich eher Sorgen um seine Freunde macht. Spinne meint dazu leichtfertig, dass engere Freunde eher lästig seien, woraufhin Dorn gereizt einwirft, dass er doch wenigstens seiner Mutter nahegestanden haben muss, aber Spinne erinnert sich auch nicht an sie. Als Dorn kurz darauf jedoch eine Vision erhält, in der er sieht, wie Stummel angegriffen wird, sagt er Spinne, dass er allein ins Langbaumlager gehen möchte, worauf Spinne keine Einwände erhebt.
Als einige Zeit später Birne vermisst wird, finden einige Wachposten Spinne und bringen ihn zu Beere, da sie ihn für einen Spion des Krummbaum-Trupps halten. Dorn raunt Spinne vor der Befragung noch zu, dass er so tun soll, als würden sie sich nicht kennen, um kein Misstrauen zu erregen. Beere fängt daraufhin an, ihn zu verhören, allerdings gibt Spinne dabei lauter Antworten von sich, die Beere seiner Meinung nach hören will, sich im Endeffekt aber als unsinnig erweisen. Schließlich erfahren sie jedoch, dass er Birne gesehen hat, woraufhin sich Dorn, Nuss und Klette mit ihm auf den Weg machen, um sie zu finden. Ihre Spur führt sie schließlich zu einer Höhle, wo sie Birnes Leichnam finden, allerdings entpuppt sich die Höhle als Falle des Krummbaum-Trupps, der vor dem Eingang einen Steinschlag auslöst. Ranke verhöhnt die vier und offenbart ihren Plan, hinterrücks die Mütter und Jungen des Trupps der Morgenröte abzuschlachten. Dorn versucht noch, sie mit Worten davon abzubringen, aber es nützt nichts.
Als die Nacht hereinbricht, gelingt es den Freunden, sich zu befreien, da Dorn durch seine besondere Gabe als Großer Vater in der Lage ist, sich in eine Fledermaus hineinzuversetzen und dadurch einen Ausgang zu finden. Sie rennen zurück zum Trupp und warnen sie rechtzeitig, woraufhin es zu einem heftigen Kampf zwischen den beiden Trupps kommt. Während des Kampfes versucht Ranke, Beere zu töten, der jedoch Spinne zur Hilfe eilt. Er beißt Ranke in den Kopf, sodass sie vom Kronstein stürzt und gefangen genommen werden kann. Beere schlägt daraufhin vor, Spinne zu einem Hochblatt zu ernennen, aber er lehnt dies ab, da er nie einen Rang erhalten hat und ihm dies somit nicht so wichtig ist. Gegen ein paar Heuschrecken hätte er jedoch nichts einzuwenden.
Später erfährt Dorn durch seine Fähigkeit, dass Beere der Kronwache den Befehl gegeben hat, Ranke zu töten, worauf er sie mit Nuss, Matsch und Spinne zur Rede stellt. Er offenbart dabei schließlich auch, dass er der neue Große Vater ist, wobei Spinne der Einzige ist, der dies relativ unbeeindruckt aufnimmt. Beere möchte davon jedoch nichts wissen und sagt Dorn, er soll ihr aus den Augen gehen. Dorn verlässt sie traurig in Begleitung seiner Freunde, erkennt jedoch, dass sie die Kronwache aufhalten müssen, da er sich sicher ist, dass Beere am Ende erkennen wird, dass es der Gerechtigkeit nicht zum Sieg verhelfen würde, Ranke zu töten, da dies ebenfalls ein Gesetzesbruch wäre. Sie folgen den Spuren zu einem ausgetrocknetem Bachbett, wo sie sehen, wie Ranke von Klette, Viper und Splitt in die Enge getrieben wird. Daraufhin gehen die vier Freunde zum Angriff über, wobei Spinne und Matsch Splitt niederringen und Ranke dadurch die Flucht ermöglichen. Klette droht ihnen, dass er sie töten wird, sollten sie jemals zum Langbaumlager zurückkehren, wobei Dorn sich schuldig fühlt, dass er seine Freunde da mit hineingezogen hat. Matsch stellt jedoch klar, dass es ihre eigene Entscheidung war und Spinne meint, dass er überall zuhause sei.
Nachdem Dorn sein Schicksal als neuer Großer Vater schließlich akzeptiert hat, macht er sich mit Nuss, Spinne und Matsch auf den Weg zum Geierberg, wobei Spinne auf dem Weg versucht, sich mit einer Agama-Echse auf seiner Schulter zu unterhalten. Sie versteht ihn jedoch nicht, da er die Sandzunge nicht sprechen kann. Er bleibt schließlich mit Nuss und Matsch zurück, als die Geier Dorn zum Gipfel des Berges tragen.

Goldene Wölfe Bearbeiten

Folgt

Quellen Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Jagende Schatten, Seite 133
  2. 2,0 2,1 Jagende Schatten, Seite 220
  3. Jagende Schatten, Seite 131
  4. Jagende Schatten, Seite 135
  5. Jagende Schatten, Seite 154
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